Terpene – das Aroma der Pflanze
Warum riecht jede Sorte anders? Verantwortlich sind die Terpene – die duftenden Stoffe, die Pflanzen seit jeher ihren Charakter geben. Sie sind weit mehr als nur Geruch: Sie prägen das fein abgestimmte Zusammenspiel der Inhaltsstoffe mit.
Was sind Terpene?
Terpene sind aromatische Pflanzenstoffe – sie sorgen für den Duft von Lavendel, das Frische von Zitrusschalen oder das Harzige eines Nadelwaldes. In der Natur dienen sie der Pflanze unter anderem dazu, Bestäuber anzulocken oder sich zu schützen. Auch die Cannabispflanze bildet eine Vielzahl davon – sie geben jeder Sorte ihr unverwechselbares Aroma.
Für die Medizin sind Terpene interessant, weil sie Teil des Entourage-Effekts sind: Cannabinoide, Terpene und Flavonoide wirken nicht isoliert, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Dieses Zusammenspiel kann die Gesamtwirkung einer Sorte feiner abstimmen – und ist ein Grund, warum die sorgfältige, individuelle Auswahl so wichtig ist.
Sechs bekannte Terpene
Eine kleine Auswahl häufiger Terpene mit ihrem typischen Aroma und ihrem Vorkommen in der Natur. Die genannten Eigenschaften sind allgemeine Beschreibungen aus der Aromakunde – keine Wirkversprechen.
Myrcen
Eines der häufigsten Terpene überhaupt. Wird in der Aromakunde mit einem ruhigen, erdenden Charakter beschrieben.
Limonen
Der spritzige Duft von Zitrusschalen. Gilt als hell und belebend in seinem Aromacharakter.
Pinen
Der Geruch von Kiefern und frischem Wald. Wird als klar und wach beschrieben.
Linalool
Das weiche, blumige Aroma von Lavendel. Wird traditionell mit Ruhe und Entspannung in Verbindung gebracht.
Caryophyllen
Eine Besonderheit: Es ist das einzige Terpen, das auch direkt an einen körpereigenen Cannabinoid-Rezeptor (CB2) andocken kann.
Terpinolen
Vielschichtig – mal blumig, mal kräuterig-frisch. Kommt in vielen Sorten nur in kleinen Mengen vor.
Welche Sorte passt zu dir?
Die richtige Auswahl ist individuell – abgestimmt auf dein Beschwerdebild und dein Therapieziel. Das besprechen wir in Ruhe gemeinsam.
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